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Die Kirche St. Judas Thaddäus in Heisterbacherrott |
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Chorraum Bei dem großen Umbau 1969/70 erhielt die Kirche den heutigen Altar aus Trachyt. Tabernakel- und Altarweihe erfolgte am 18. Oktober 1970 durch Bischof
Vitus Chang. Bei diesen Umbaumaßnahmen durch das Architektenbüro Rieck sind von dem Bildhauer Hein Gernot, Köln, Altartisch, Tabernakel, Hängekreuz, die zwölf Apostelleuchter, Ambo und Ewig-Lichtständer geschaffen
worden. Der Taufstein wurde zu Ostern 1892 aufgestellt. Der Weihwasserbehälter hierzu ist von dem damaligen Klempner Michael Moll hier von Thomasberg angefertigt worden. Rechts neben dem Altar dreiseitiger Bronze-
Osterleuchter
mit ausgewählten Themen aus dem Alten und Neuen Testament: der Sündenfall, Zug der Israeliten durch das Rote Meer, Geburt Christi und Tod am Kreuz, Auferstehung - das offene Grab und die Aufnahme Jesu in den Himmel.
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Drei Chorfenster Kurz vor Kriegsende sind durch Bombensplitter Chor-Seiten- als auch das Rosettenfenster über dem Hauptportal beschädigt worden. Sie wurden durch
Einfachverglasung 1948 verschlossen. 1951 wurden die drei Chorfenster, 1952 im Oktober die Seitenfenster und 1955 das Rosettenfenster von der Glasmalerei Robert Steimel in Köln erstellt und eingebaut. Die drei
Fenster im Chorraum sollen Gedanken aus dem Alten und Neuen Testament darstellen. Im linken oberen Kreisfenster liegend Isai, aus dem der neue grüne Zweig Jesse entwächst. Alle Feiern am Altar fangen mit der
Verkündung an. Das Fenster an der Evangeliumsseite zeigt der Engel kommt zu Maria. Sein Kopf und seine Hand weisen zur aufhorchenden Gottesmutter hin. Die Flügel weisen zur hl. Dreifaltigkeit im mittleren Bild. Gott
Vater, in goldenen Farben gehalten, die himmlische Verklärung darstellend, weist mit der Hand auf den Sohn. Der Sohn Gottes versehen mit dem Kreuznimbus und Wundmalen, zeigt mit der Hand zum Vater, in der anderen
Hand den Opferkelch haltend, er, das Opferlamm, geschlachtet von Anbeginn. Die Farben des Sohnes rot – das Blut und die Liebe-, grün als das ewige Leben, dessen wir im hl. Opfer teilhaft werden. Über beiden schwebt
der hl. Geist. Zu Füssen des Sohn Gottes der hl. Judas Thaddäus als Schutzpatron betend für die Gemeinde. Im rechten oberen Kreisfenster die Erfüllung aus dem Buch des Propheten Jona. Wie Jona im Bauch des
Fisches, so ist der Menschensohn drei Tage und Nächte im dunkeln der Erde gewesen. Im unteren Fenster die Auferstehung Christi im strahlenden Lichte seiner Göttlichkeit in seiner linken die Siegesfahne. Der Sieg der
großen Gottestat. Die Messfeier -Erlösung, Auferstehung und Verklärung-. Im Sieg und Triumph Christi klingt jede Feier am Altar aus. Die drei Frauen der Auferstehung zu denen der Engel spricht vertreten die dem
Altar umstehende Gemeinde.
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Orgel Erst durch den Einbau einer Orgelbühne 1898 ist die Möglichkeit zu Einbau einer Orgel geschaffen worden. 1906 erfolgte zuerst der Aufbau einer gebrauchten
Orgel. Erst 34 Jahre später ist diese durch den Einbau der heutigen Orgel durch die Firma Klais ersetzt worden. Die feierliche Einweihung erfolgte am 22. September 1940. Sie ist mit 2 Manuale, ein Fußpedal sowie mit
15 klingende Register, 4 Koppeln und 2 freie Kombinationen ausgestattet. Bedingt durch die seitliche Spieltischanordnung erfolgt die Übertragung von den Tastaturen zu den Luftkanälen und Luftventilen an den
Orgelpfeifen elektrisch. Wie die Fenster sind 1945 auch Orgelpfeifen durch Bombensplitter beschädigt worden. 1955, nach Beseitigung aller Schäden konnten dann alle Pfeifen wieder voll genutzt
werden. Bedingt durch Erweiterung der Orgelbühne 1969/70 und Erneuerung des Deckengewölbes 1989/91 musste sie jeweils ganz abgebaut und ausgelagert werden.
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Kapellenfenster Von dem Künstlerehepaar Pape – Weinreich aus Dortmund sind 1986 der Osterleuchter (siehe oben) und 1987 die Fenster in
der Gnadenkapelle geschaffen worden. In allen vier Fenstern ist der hl. Apostel Judas Thaddäus im grünen Gewand der Hoffnung dargestellt. Sie zeigen in Reihenfolge
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die verklärte Gestalt des auferweckten Christus in mitten seiner Apostel
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den Apostel bei Menschen mit ihren körperlichen Gebrechen
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im Namen und der Vollmacht Jesu verkündet Judas Thaddäus das Evangelium
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durch die Fürbitte des Apostels haben die Geheilten Erhörung und Erlösung erfahren dürfen
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Das Gnadenbild / Reliquie Unsere Kirche erhielt das Bild durch Pfarrer Simar von Niederdollendorf. Angeblich soll es in einer feierlichen Prozession von dort nach
hier gebracht worden sein. Es zeigt den Apostel mit einem Christusmedallaillon auf der Brust. Es erinnert an (1 Petr 3.15) wo es heißt:...“ Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn heilig“. Säulen und Steinbogen
des ehemaligen Portals unserer Kirche umrahmen heute das Gnadenbild. Der Gedenkstein neben dem Gnadenbild erinnert an die vielen ehemaligen Motivtafeln die man beim Umbau 1969/ 70 (leider) entfernt hat.
In der Monstranz befindet sich eine Reliquie des hl. Judas Thaddäus. In dem oberhirtlichen Dokument vom 11. Juni 1902 wird durch Gustav Joseph Waffelaert Bischof von Brügge bestätigt, das nach den Vorschriften des
Tridentinischen Konzils geprüft in einem runden Glas in einer eingeschlossen Kapsel ein Partikel von den Gebeinen des hl. Apostels Judas Thaddäus eingeschlossen ist. In einem Nachsatz heißt es weiter: ... „Wir haben
geprüft und gestatten der Kirche zu Heisterbacherrott den Gläubigen zur öffentlichen Verehrung auszusetzen“.
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Marienfigur und Pieta Hierüber ist leider nichts näheres bekannt. Vermutlich stammen beide aus Stiftungen aus der Zeit um 1900
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Kirchenbänke Die alten Kirchenbänke unter der Empore sind nach Zeichnung von dem Architekten Ross gefertigt worden. Der überwiegende Teil der Bänke ist nach und
nach durch die heutigen Bänke ersetzt worden. Entwurf und Herstellung Schreinerei Henseler Wiese.
recherchiert und aufgeschrieben von Winfried Görres, 2003
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