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Der Weg zurück - Kirchenwiedereintritt
Ein Kirchenaustritt ist keine unwiderrufliche Entscheidung. Immer wieder wollen Menschen – oft nach vielen Jahren – in
die volle Gemeinschaft der Kirche zurückkehren, und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Die Gründe für eine solche Rückkehr sind vielfältig: Begegnungen mit glaubwürdigen Christen, die das Leben in der Kirche in einem neuen Licht erscheinen lassen; der Wunsch nach einer kirchlichen
Eheschließung; die Geburt eines Kindes, dem man den Weg zu einem Leben in der Kirche öffnen möchte; Schicksalsschläge, die Suche nach dem Lebenssinn oder auch besonders positive Erfahrungen, die religiöse Fragen
wieder wach werden lassen…
Die Rückkehr in die Kirche ist immer möglich. Nach der Wiederaufnahme kann der Wiederaufgenommene an der Feier der Sakramente teilnehmen und auch alle anderen
Rechte und Pflichten als Katholik wahrnehmen. Die Wiederaufnahme in die Kirche geschieht normalerweise in Form einer schlichten Feier zusammen
mit dem Pfarrer, zwei Zeugen und eventuell anderen von Ihnen gewünschten Personen. Dabei bekennen sich die Wiederaufzunehmenden zum Glauben der Kirche und schließen mit ihr wieder
Frieden. Der Priester nimmt Sie dann im Auftrag des Bischofs ausdrücklich wieder in die Gemeinschaft der Kirche auf.
Erwachsenentaufe
Aus verschiedenen Gründen gibt es in unserem Land mittlerweile eine immer größere Zahl von
Menschen, die als Kind nicht getauft wurden und somit auch nicht zur Gemeinschaft der Christen gehören. Auch für sie besteht selbstverständlich immer die Möglichkeit durch die Taufe in die
Kirche aufgenommen zu werden. Die Taufe war sogar ursprünglich ein Sakrament, das nur
Erwachsene empfangen konnten. Selbstverständlich braucht es dazu eine entsprechende Vorbereitung.
Konversion (Übertritt aus einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft)
Wer einmal getauft ist gehört zur Gemeinschaft der Christen. Leider hat sich diese Gemeinschaft
im Laufe ihrer 2000-jährigen Geschichte in verschiedene Konfessionen unterteilt, die in verschiedener Weise den gleichen Glauben leben. Durch verschiedene Lebensumstände lernen
Christen heute die Lebensweise des christlichen Glaubens in einer anderen Konfession mehr schätzen als ihrer Ursprungszugehörigkeit. Es kann eine grundsätzliche Lebensentscheidung sein
, im Einzelfall die Konfession zu wechseln, Dabei wird die Taufe grundsätzlich anerkannt. Wer bisher zu einer anderen Konfession gehört und katholisch werden will, wird nach verschiedenen
Gesprächen mit einem Seelsorger in einem Gemeindegottesdienst zum ersten Mahl die Eucharistie empfangen und auch gefirmt werden. Somit ist er vollwertiges Mitglied der katholischen Kirche.
Begleitung
Wer sich in irgendeiner Weise mit der Frage nach der (erneuten) Mitgliedschaft in der Kirche
beschäftigt, den laden wir herzlich ein, sich mit einem unserer Seelsorger in Verbindung zu setzten. Sie helfen bei der Entscheidungsfindung und bieten jedem Interessenten an, ihn bei
einem Wiedereintritt, einer Konversion (Übertritt aus einer anderen christlichen Glaubensgemeinschaft) oder einer Erwachsenentaufe zu begleiten.
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